Sonates d’Ysaÿe pour violon seul

.Eugène Ysaÿe

Eugène Ysaÿe –  Sonates pour violon seul Opus 27

Novembre 2007
Fanny Clamagirand : Violon

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1-4 Sonate No.1 – G Minor - 16’58
5-8 Sonate No.2 – A Minor - 12’30
9 Sonate No.3 – D Minor - 7’16

10-12 Sonate No.4 – E Minor - 11’29
13-14 Sonate No.5 – G Major - 9’17
15 Sonate No.6 – E Major - 6’56


Guillemet Il fallait rencontrer une personnalité forte pour les enregistrer, et le choix s’est tout naturellement porté sur la jeune Fanny Clamagirand dont la radieuse maîtrise instrumentale et musicale nous entraîne allègrement vers ces sommets.
Miguel da Silva (alto du quatuor Ysaÿe)



Le Figaro –
Septembre 2007
Guillemet On le cherche depuis la mort de Christian Ferras, le violonniste français qui sort du lot et s’impose à tous les niveaux… Fanny Clamagirand a 23 ans et l’on ne veut pas lui brûler les ailes en lui décernant trop d’éloges. Mais ce qu’elle réussit là, dans les sonates d’Ysaÿe…, est à marquer d’une pierre blanche : son aplomb, sa maturité, sa sonorité, son mélange de virtuosité et de lumière, tout trahit une sacrée artiste.
Christian Merlin



Le Monde de la Musique – Novembre 2007
Guillemet … La jeune Fanny Clamagirand analyse le texte dans les moindres détails et le fait savoir. Son jeu n’en est pas moins sensible, emporté et raffiné à la fois, d’une intelligence musicale à toute épreuve… Face aux références discographiques cette jeune violoniste s’impose par son interprétation à la fois impressionnante, colorée, passionnée et réfléchie.
Kostin Cazaban



Classica – Novembre 2007
Guillemet … Ce qui frappe le plus chez cette jeune vraie musicienne, ce sont la fluidité des phrasés, la précision et la netteté des attaques, la bondissante dynamique de l’archet, le raffinement des sonorités. Elle allie un aplomb et un panache impressionnants à une infatigable énergie et une superbe aisance instrumentale. De plus, Fanny Clamagirand a trop de personnalité pour être influencée par l’une ou l’autre des précédentes versions…
Xavier Rey



Diapason – Novembre 2007
Guillemet … Le jeu est brillant, l’intonation sûre, le ton déterminé, la sonorité dense et lumineuse… esthétisme qui mêle panache et poésie…
Jean Michel Molkou



classicnews.com – Octobre 2007
Guillemet La lauréate des Masters de Violon de Monte Carlo 2007 illumine chaque miniature par la coloration, la lumière, la finesse de son jeu instrumental. L’approche verse dans une technicité supérieure, fluide, musicienne, indiscutable. C’est la flamboyante juvénilité qui l’emporte ici… La ciselure et la sûreté digitale de Fanny Clamagirand sont ses points d’appui…
Carl Fischer



musick.blogspot.com
Guillemet The variety and chameleon colouring she (Fanny Clamagirand) brings to the 15 movements rival that of Heifetz (if only he had recorded them). Top of the class.



A Young Master of the Violin – Avril 2013
Guillemet … Here is some of the most assuring violin playing you will hear. There is a delicate strength of phrasing and certainty of intonation as well as confident energy that puts one at ease to simply let the music enter you. The playing is bold and embraces you and the musical composition is perfectly suited to the player. Not since Hilary Hahn’s solo Bach debut has a violinist so impressed me. In Ysaye’s violin sonatas we find the ghost of Bach’s own partitas and sonatas roaming freely, especially given the shameless quotations from Bach himself. It’s all very charming music. It would be nice to hear Ms Clamagirand’s take on the Bach as well. And there are so many young violinists appearing these days. How does one choose? For $8.99 this download is worth every penny. The recording is beautiful. I await more recordings from this player.
Brian F Hudon



Fonoforum – Février 2007
Guillemet Mit der Aufnahme von Ysaÿes Solosonaten hat sie (Fanny Clamagirand) sich eine gewaltige Aufgabe gestellt, der sie geigerisch mit bravour gerecht wird. Da klingt alles klar und tonschön; manuelle Probleme scheint es für sich keine zu geben. Gestalterisch gibt Clamagirands Interpretation einige Rätsel auf. Phrasenbildung und müsikalische Rhetorik wirken recht unorthodox. Ausdruck eines starken Gestaltungswillens? Man darf gespannt sein, wie sich dieses Talent weiterentwickeln wird.



Rondo Magazin – Novembre 2007
Guillemet Die 23-jährige Französin Clamagirand nimmt die Hürden, die sich hier dem Interpreten allenthalben in den Weg stellen, mit Bravour ohne irgendwo auch nur leicht anzuecken. Die große physische Energie, die sie allenthalben hörbar investiert, geht nicht zulasten von Details – auch knifflige Doppelgriffpassagen sind transparent, polyfone Linienführungen nachvollziehbar, nichts wirkt gehetzt oder beiläufig. Der freie musikalische Fluss gilt Clamagirand dabei weit mehr als der strikte Rhythmus der Papierform. Das genaue Maß der Dinge geht dadurch etwas verloren, der Gewinn ist ein schönes Gefühl von Spontaneität und Improvisation. Man kann diese Werke gewiss ganz anders, sachlicher, geradliniger und in allem eine Spur zurückhaltender spielen – so aber eben auch.
Raoul Mörchen



Klassik.com – Octobre 2007
Guillemet Sinnlich und sensible. Die junge Französin Fanny Clamagirand spielt Eugène Ysaÿes Solosonaten mit phänomenaler Intensität. Während die sechs Sonaten für Violine solo op. 27 (1923) von Eugène Ysaÿe vor 25 Jahren nur im Repertoire der größten Geiger zu finden waren, hat sich das Bild inzwischen gründlich gewandelt. Zum Teil mag dies zwar auch einem veränderten Geschmack geschuldet sein, doch sicherlich spielt hier das inzwischen gewachsene technische Vermögen in der jungen Geigergeneration die bedeutendere Rolle. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist die 23-jährige französische Geigerin Fanny Clamagirand, die beim Label Nascor/Ysaÿe Records eine packende und stellenweise außerordentlich leidenschaftliche Aufnahme der Sonaten vorgelegt hat – eine Einspielung, die aufhorchen lässt, weil sie in der Darstellung dieser diffizilen Kompositionen vieles überragt, was sich sonst so auf dem Tonträgermarkt tummelt. Das spieltechnische wie musikalische Vermögen der Geigerin ist in der Tat beeindruckend und überzeugt durch eine staunenswerte Souveränität gegenüber den technischen Schwierigkeiten der Kompositionen, die gerade an jenen Stellen zum Tragen kommt, die in anderen Aufnahmen bisweilen sehr unbefriedigend wirken. Dass sich Clamagirand ausgerechnet diesen Stolperstein für ihr CD-Debüt ausgesucht hat, zeugt zudem von einem gesunden Selbstbewusstsein. Und das kann die Französin auch haben.

Sensibilität
Auffällig ist zunächst einmal das hohe Maß an Sensibilität, mit dem sie sich den Kompositionen nähert. Davon zeugen vor allem der dritte Satz aus der vierten Sonate, die quasi-improvisatorische Grundhaltung mit vielen Zwischentönen, die der‚ Scherzoso’- Charakter im dritten Satz der ersten Sonate erhält, dann die abgestuften Nuancen, die Clamagirand der rhapsodischen dritten Sonate verleiht, indem sie mit großem agogischem Geschick agiert, und schließlich die Stimmungsschilderungen in dem als‚ L’aurore’ (Sonnenaufgang) betitelten ersten Satz der fünften Sonate, bei denen die Geigerin die Musik nach und nach zu einer enormen Sinnlichkeit aufblühen lässt. Hier und an vielen anderen Stellen überrascht immer wieder ihre Fähigkeit, die Piano- und Pianissimo-Passagen – je nach dem Charakter der entsprechenden Komposition – bis zum Verlöschen zu führen und trotz eines manchmal bewusst brüchigen Klangs die Intensität des Spiels zu bewahren, um gegebenenfalls sofort in den Forte-Bereich wechseln zu können.
Die Strenge der vierten Sonate mit ihrem neobarocken Pathos, das sich auch vor expressiven Ausbrüchen nicht scheut, und die rhythmisch prägnanten Sätze aus der fünften und der besonders extrovertierten sechsten Sonate zeigen, dass Clamagirand jedoch auch die andere Seite des Ausdrucksspektrums beherrscht und beide Extreme geschickt miteinander zu vermitteln weiß. Besonders schön ist daher immer wieder das Gleichgewicht zwischen Expression und Nüchternheit geraten, denn gerade die Verbindung vom übersch.umenden Pathos spätromantischer Prägung mit einer an Bachs Vorbild der Sonaten und Partiten geschulten kontrapunktischen Dichte auf der einen und harmonisch raffinierten impressionistisch Klangwirkungen auf der anderen Seite macht die Wiedergabe dieser Werke für den Interpreten so schwierig.

Intensität
Besonders gut kommt die phänomenale Intensität von Clamagirands Vortrag in den abrupten Stimmungswechseln der zweiten Sonate zur Geltung, die ich aufgrund ihrer spannungsvollen Zeichnung als einen der Höhepunkte dieser Einspielung empfinde : Die zerrissene Schroffheit des Kopfsatzes, die Umschwünge im Charakter, die sich aus dem sprichwörtlich sinnenden Innehalten über den immer wieder wie eine Obsession aus Ysaÿes eigener Musik hervorquellenden Anspielungen auf Bachs E-Dur-Partita und den Fragmenten aus dem gregorianischen ‚Dies irae’-Thema ergeben, packt hier aufgrund der großen Intensität. Ebenso überzeugen die ins schattenhafte gewendeten Klänge, die das ‚Dies irae’ im ‚Malinconia’-Satz mit fast unheimlicher Ruhe wieder aufnehmen, um sie dann variativ in den anschließenden ‚Danse des ombres’ einzuweben, bevor das mit ‚Les furies’ überschriebene wilde Finale die Sonate wie im Rausch beendet.

Gelungen ist diese erstaunliche Einspielung aber auch in klanglicher Hinsicht, denn die Akustik des Aufnahmeortes, der Priorei von Vivoin (Haute-Sartre, Frankreich) ist sehr gekonnt mit einem leichten Nachhall eingefangen, der die Musik und den Klang von Clamagirands Instrument unterstreicht, ohne dabei jemals störend zu wirken oder gar das Klangergebnis zu verwischen. Darüber hinaus verdient schließlich auch das wirklich exzellente Booklet Erwähnung, das eine ausführliche, zum Teil auch analytische Erläuterung der einzelnen Werke von Bernard Fournier enthält und durch einen Glossar mit Fachbegriffen abgerundet wird, weshalb sich der Laie vor den hier vermittelten Informationen nicht zu scheuen braucht.

Dr Stephan Drees

 


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